System Analyse

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Benutzer (User)
Der Konsum von Fernsehen ist bei vielen Personen ein fester Bestandteil des Alltags. Für die einen ist es Unterhaltung respektiv ein Weg um die eigene Stimmung zu regulieren, für die anderen ist es ausschliessliech ein Informationsmedium. Wenn man davon ausgeht dass IPTV in Zukunft ein Standart sein wird, gibt es keine bestimmte Zielgruppe mittels welcher man den Interaktionsumfang gezielt optimieren kann.  

Viele Fernsehnutzer haben Vorlieben für TV-Sender, Genre von Sendungen, Serien, Schauspieler oder ganz bestimmte Inhalte. Wenn IPTV Geräte in Wohnzimmer zuhause sind, wo in den meisten Fällen auch andere Benutzer (Partner, Familie oder Mitbewohner) davon Gebrauch machen, summieren sich diese Präferenzen. 

Funktionen um solche Präferenzen einfach zugänglich zu machen, sind sehr nett, können aber dazu führen, dass man immer nur dasselbe im Fernseher schaut. Das Gegenteil von diesem selektiven Fernsehveralten ist das Zapping, welches auf Grund des stetig wachsenden, zeitversetzten Programmangebots an Beliebtheit verliert. Geht man davon aus, dass die Fernsehsender ihre bereits ausgestrahlten Inhalte in Mediatheken anbieten, durchzappt man durch das lineare Senderangebot nur ein kleiner Bruchteil des gesamten Angebots. Für diejenigen die fernsehschauen, um sich zu entspannen und sich einfach von der Glotze berieseln lassen wollen, ist Zapping eine geeignete Methode.
Nicht nur das stetig wachsende Programmangebot, sondern auch weitere Funktionalitäten, Dienstleistungen und Zusatzinformationen führen dazu, dass Benutzer welche nicht technikaffin sind, mit der Bedienung von solchen Systemen schnell überfordert sind.

Fernsehinhalte (Data)

Der Fernsehinhalt besteht längst nicht mehr nur aus Echtzeitübertragungen von Fernsehsender. Es setzt sich je nach IPTV- oder PVR-Anbieter aus verschiedenen Angebotsquellen zusammen: 

  • Interaktive Fernsehsender
    Das Erhalten der Zuschauerquoten wird dazu führen, dass die Fernsehsender ihre Interaktivität derjenige des Internets anpassen müssen. Dies bedeutet, ihre Inhalte müssen nicht nur zu festen Zeiten ausgestrahlt werden, sondern wie im Internet jederzeit verfügbar sein.  Viele Fernsehsender bieten Mediatheken via normalem Internet an, nun liegt es an den IPTV Anbieter diese in den eigenen Systemen einzuflechten, T-Home Entertainment hat es vorgemacht.
  • Video On Demand
    Video on Demand Medien gehören bei den meisten IPTV Anbieter zum Standartangebot dazu, neu sind Schnittstellen zu externen kostenpflichtigen Dienstleister wie zum Beispiel Amazon, die eine Filmdatenbank von mindestens 40‘000 Filme und Serienstaffeln zu Verfügung stellt.
  • Podcast
    Podcasts erfreuen sich über stetig wachsende Popularität und finden vermehrt mittels Set-Top-Box-Schnittstellen den Einzug ins wohnzimmerische Fernsehen.
  • Weitere Medien und Informationen aus dem Internet
    Dass das Internet sich im Fernseher verbreitet, erkennt man durch die Vielfalt Hersteller von YouTube Schnittstellen die bereits als selbstverständlich gehalten werden. Viele Fernsehhersteller setzen vermehrt auf  TV  Widgets, um gezielt nur erwünschten Kleinapplikationen und Zusatzinformationen auf dem TV zu kriegen. Die meisten Hersteller übernehmen die  bestehenden Widgets Yahoo.  
    British Telecom (BT) bietet externen Firmen ebenfalls Schnittstellen für Zusatzinformationen an. Im Unterschied zu den Widgets werden hier die Zusatzinformationen mit dem Fernsehinhalt gekoppelt. Bei Live-Berichterstattungen wie z.B. ein Fussballmatch kann man Mannschaftsaufstellungen und Informationen zum Spielverlauf abrufen. Auch Werbungen sind bei BT interaktiv, so kann man während ein Hondaspot läuft via Knopfdruck direkt zu dessen TV-Portal gelangen.

System
Die meisten Systeme, welche dem Benutzer erlauben audiovisuelle Medien aus dem Internet mittels Wohnzimmerfernsehen zu konsumieren, bestehen aus drei Hardware Komponenten, Set-Top-Box, Display / GUI  und Fernbedienung (siehe System-Diagramm). Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine (HMI) geschieht in einem solchen System in erster Linie zwischen Benutzer-Fernbedienung, respektiv durch die Befehlseingabe und die Antwort, welche er mittels GUI erhält (im System-Diagramm als graue Pfeile gekennzeichnet). 

  • Set-Top-Box
    Die Set-Top-Box ist technisch gesehen das Kernstück. Mit der Set-Top-Box (STP) werden Befehle der Fernbedienung empfangen, Daten aus dem Internet werden aufbearbeitet und werden folglich auf ein entsprechend generiertes GUI dargestellt. 
  • Display & GUI
    Ein Bildschirm respektive Fernseher auf welchem Inhalt und Graphical User Interface (GUI) dargestellt werden.
    Mehr dazu unter: 02 Analyse/Graphical User Interface
  • Fernbedienung (Remote Control)
    Eine Fernbedienung (Remote Control) damit der Benutzer seine Wünsche und Befehle dem System mitteilen kann.
     Mehr dazu unter: 02 Analyse/Remote Control
Wednesday, March 18th, 2009 02 Analyse

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